Beim Fachtag des Arbeitskreises Prävention, Intervention und Aufarbeitung der Caritas NRW stand ein zentrales Thema im Fokus: die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Unter dem Leitspruch „Aufarbeitung hilft, die Vergangenheit zu verstehen, damit Verantwortung heute und Schutz morgen möglich werden“ kamen Fachkräfte zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.
Als Haus vom Guten Hirten sind wir als Träger im Arbeitskreis engagiert und sehen uns in einer besonderen Verantwortung. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist für uns nicht nur eine aktuelle fachliche Aufgabe, sondern auch eng mit unserem Leitbild und unserer Geschichte verbunden.



Bereits unsere Ordensgründerin Maria Eufrasia Pelletier widmete sich der Begleitung von Mädchen und jungen Frauen in besonders vulnerablen Lebenssituationen. In ihren Leitsätzen betonte sie die Bedeutung einer „präventiven Wachsamkeit“ – ursprünglich im pädagogischen Kontext verstanden, heute aber ebenso relevant als Auftrag an uns selbst für den Schutz vor Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt.
Diese Haltung verstehen wir als Auftrag für unsere tägliche Arbeit: durch Safeguarding, Prävention und eine Kultur der Achtsamkeit dafür Sorge zu tragen, dass sich sexualisierte Gewalt gar nicht erst etablieren kann. Gerade vor dem Hintergrund der Geschichte ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen, hinzuschauen und Schutzräume aktiv zu gestalten.