Am 19.08. fand der Gedenktag zu Ehren des hl. Johannes Eudes (1601–1680) statt. Auch in Münster gedachten die Schwestern und weitere Menschen seiner im Rahmen eines Gottesdienstes.

Trotz dessen, dass er in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen war, konnte er eine Schule in Caen besuchen. Seine Eltern weihten ihn schon vor seiner Geburt der Jungfrau Maria, deren Segen sie sich vor der Empfängnis erbaten. Diesen Umstand schilderte Johannes Eudes später auch gerne noch in seinen Predigten.

1625 wurde er zum Priester geweiht und machte kurz darauf die Pflege, Seelsorge oder auch würdige Beisetzungen für an der Pest leidende bzw. verstorbene Menschen in seiner Heimat in der Normandie zu seinem Wirkungsschwerpunkt – eine Tätigkeit, die oft unmittelbare Lebensgefahr bedeutete. U.a. in dieser Rolle erlebte er, dass viele Priester schlecht auf ihren Dienst vorbereitet waren und gründete die heute als „Eudisten“ bezeichnete Kongregation von Jesus und Maria, im Rahmen derer in Seminaren Priester besser auf ihre aktive Zeit vorbereitet werden sollten.

Besonders wollen wir an dieser Stelle sein Wirken für Frauen am Rand der Gesellschaft hervorheben: Bereits 1634 gründete Johannes Eudes in Caen einen Ort der Zuflucht für Frauen, die sich der Prostitution entziehen wollten. Daraus entwickelte sich das Institut „Unserer Lieben Frau der Zuflucht“, aus dem schließlich auch die Schwestern vom Guten Hirten hervorgingen. Jener Orden, der auch unsere Einrichtung trägt und auch heute noch weltweit immer noch für Frauen und Mädchen in Not einsteht.

1925 wurde Johannes Eudes heiliggesprochen und gilt als einer der großen Missionare in Frankreich.