Seit März verstärkt Herr Lause als neue Leitung der Verwaltung das Team im Haus vom Guten Hirten. In seiner Funktion übernimmt er eine zentrale Rolle für die organisatorischen und strukturellen Abläufe der Einrichtung. Um ihn näher kennenzulernen und einen Einblick in seine Aufgaben, Erfahrungen und Perspektiven zu geben, möchten wir ihn an dieser Stelle in Form eines Interviews vorstellen.

Persönlichkeit und Motivation
Herr Lause, herzlich willkommen im Haus vom Guten Hirten! Was hat Sie gereizt, die Verwaltungsleitung im Haus vom Guten Hirten zu übernehmen?
„Grundsätzlich bin ich inhaltlich schon seit meinem Studium im sozialen Bereich unterwegs. Für mich ist es sehr sinnstiftend, diese Erfahrungen jetzt gezielt einzubringen. Die Ausschreibung und das Leistungsportfolio des Hauses vom Guten Hirten haben mich daher direkt angesprochen. Bisher war ich vor allem in der Altenhilfe tätig, freue mich aber sehr darauf, hier auch die anderen Leistungsangebote kennenzulernen und mitzugestalten.“
Was ist Ihnen persönlich in Ihrer Arbeit besonders wichtig?
„Mir ist besonders wichtig, in einem guten Team zu arbeiten, in dem vertrauensvoll und wertschätzend miteinander umgegangen wird. Außerdem liegt mir am Herzen, dass meine Arbeit einen echten Mehrwert für die sozialen Bereiche schafft – sei es Altenhilfe oder Eingliederungshilfe. Offenheit, Wertschätzung und Verbindlichkeit sind mir dabei ebenso wichtig wie eine verlässliche Zusammenarbeit mit Kostenträgern.“
„Was hat Sie bei Ihrem ersten Eindruck hier besonders berührt oder überrascht?“
„Mein erster Eindruck hier war vor allem die Herzlichkeit, mit der ich aufgenommen wurde. Besonders berührt hat mich, wie eng alle zusammenarbeiten – Verwaltung, Leitungsteam und natürlich die Bewohnerinnen und Bewohner. Man spürt, dass alle füreinander da sind und das Haus als Einheit funktioniert. Schon beim Ankommen wurde das deutlich: Bewohnerinnen und Bewohner grüßen ganz selbstverständlich mit einem lockeren ‚Moin‘ an der Tür, Kolleginnen und Kollegen sind offen und engagiert – dieses alltägliche, unkomplizierte Miteinander fand ich besonders beeindruckend.“
Haltung und Werte
Was bedeutet gute Verwaltung in einer sozialen Einrichtung für Sie?
„Gute Verwaltung in einer sozialen Einrichtung bedeutet für mich, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Kolleginnen und Kollegen vor Ort ihre Arbeit gut machen können. Wir verstehen uns dabei als Dienstleister für die Bereiche, die direkt mit den Menschen arbeiten. Dazu gehört, gesetzliche Vorgaben sicher zu kennen, stabile Strukturen aufzubauen und eine gute Zusammenarbeit mit den Kostenträgern zu pflegen. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass das eigentliche Kerngeschäft gut funktionieren kann.“
Was ist Ihnen im Miteinander besonders wichtig?
„Im Miteinander sind mir vor allem Wertschätzung, Offenheit und Verbindlichkeit wichtig. Ebenso gehören für mich Ehrlichkeit und Transparenz dazu – als Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.“
Blick nach vorn
Welche Themen liegen Ihnen in den kommenden Jahren besonders am Herzen?
„In den kommenden Jahren liegt mir besonders am Herzen, dass anstehende Baumaßnahmen gut und verlässlich umgesetzt werden und wir unsere Leistungsangebote klar und nachvollziehbar darstellen. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass das Miteinander, das ich hier gerade erlebe, erhalten bleibt – dieses offene, herzliche und selbstverständliche Zusammensein von Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohnern. Gerade mit Blick auf Veränderungen wie einen Umzug wünsche ich mir, dass dieser besondere Geist des Hauses vom Guten Hirten bestehen bleibt und weitergetragen wird.“
Wo sehen Sie große Chancen, vielleicht auch Herausforderungen?
„Eine große Herausforderung sehe ich in den sich verändernden Rahmenbedingungen – sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Die Finanzierung durch Kostenträger wird nicht einfacher, das betrifft sowohl die Altenhilfe als auch die Eingliederungshilfe. Umso wichtiger ist ein gutes Zusammenspiel zwischen Verwaltung und den Leistungsbereichen, damit wir gemeinsam tragfähige Lösungen finden.
Gleichzeitig liegt darin auch eine Chance: Als katholischer Träger haben wir ein klares Profil und einen besonderen Auftrag. Auch wenn sich viele Menschen von Kirche im klassischen Sinne entfernen, entscheiden sie sich oft bewusst für Einrichtungen in christlicher Trägerschaft, weil sie dort Werte und eine bestimmte Haltung erwarten. Wenn wir dieses Profil weiter stärken und sichtbar machen, sehe ich darin eine große Chance – für unsere Einrichtung, aber auch für die gesamte Trägerlandschaft.“
Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Hauses?
„Für die Zukunft des Hauses wünsche ich mir, dass die getroffenen Entscheidungen sich als tragfähig erweisen und wir gut durch die kommenden Jahre gehen. Besonders wichtig ist mir, dass wir trotz anstehender Veränderungen und möglicher Dezentralität als Gemeinschaft verbunden bleiben. Dafür braucht es aus meiner Sicht vor allem eines: gute Kommunikation und einen regelmäßigen Austausch – damit das, was das Haus ausmacht, erhalten bleibt.“
Wir bedanken uns herzlich für das Interview und freuen uns auf gute Zusammenarbeit!